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Über Nachhaltigkeit

Immer mehr Menschen verwenden den Begriff Nachhaltigkeit, aber was bedeutet das Wort eigentlich und wie kann man nachhaltig arbeiten?

Illustration eines Mannes, der an einer Vorlesung teilnimmt

Wenn wir über Nachhaltigkeit sprechen …

… tun wir dies meist unter drei Aspekten:

  • Ökonomische Nachhaltigkeit: Ein Unternehmen, das langfristig bestehen will, muss auch Gewinne erwirtschaften. Der Fokus liegt dabei auf einer gleichzeitigen, gesunden Ressourcennutzung. Begriffe wie Green Economy, Kreislaufwirtschaft und grünes Wachstum werden immer geläufiger.
  • Soziale Nachhaltigkeit: Verantwortung für Menschen übernehmen und sicherstellen, dass Menschenrechte nicht verletzt werden. Hierzu gehören die Sorge um die Gesundheit des Einzelnen, Bildung, Sicherheit und Chancen in der Gesellschaft.
  • Ökologische Nachhaltigkeit: Wir müssen Verantwortung für die Ökosysteme der Erde übernehmen und sicherstellen, dass deren Funktionen langfristig erhalten bleiben – um unseres Überlebens willen, indem wir natürliche Ressourcen schützen und die biologische Vielfalt fördern.

Alle drei Aspekte gehören zusammen, und man kann nicht auf einen setzen auf Kosten der beiden anderen. Oft wird der ökologische Aspekt als grundlegend für die beiden anderen beschrieben.

Stellen Sie Ihre Frage zum Thema Nachhaltigkeit

Senden Sie eine E-Mail an hej@hallbarhetsteamet.se

Fragen & Antworten

Was ist mit den globalen Zielen gemeint?

Am 25. September 2015 verabschiedeten die UN-Mitgliedstaaten die Agenda 2030 – das ehrgeizigste Abkommen, das jemals von den Staats- und Regierungschefs der Welt in Bezug auf nachhaltige Entwicklung unterzeichnet wurde. Die Agenda enthält 17 Ziele mit 169 dazugehörigen Unterzielen, die bis 2030 erreicht werden sollen, mit dem Zweck:

  • Extreme Armut zu beseitigen
  • Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten in der Welt zu verringern
  • Frieden und Gerechtigkeit zu fördern
  • Die Klimakrise zu lösen

EU-Taxonomie – was ist das?

Die EU hat eine grüne Wachstumsstrategie verabschiedet, die als „European Green Deal“ bezeichnet wird. In diesem Rahmen gibt es eine Taxonomie mit dem Ziel, Investoren durch ein gemeinsames Klassifizierungssystem dabei zu helfen, zu bestimmen, wie ökologisch nachhaltig verschiedene wirtschaftliche Aktivitäten sind.

Die Taxonomie wird so zu einem Instrument für die EU, um ihre Klimaziele zu erreichen, da Investitionen in stärkerem Maße in nachhaltige Projekte und Aktivitäten gelenkt werden müssen.

Das Klassifizierungssystem besteht aus sechs verabschiedeten Umweltzielen. Damit eine wirtschaftliche Tätigkeit als ökologisch nachhaltig gilt, muss sie wesentlich zu einem der sechs Umweltziele beitragen, darf aber keinem der anderen fünf Ziele schaden und muss zudem bestimmte Mindestanforderungen an die soziale Nachhaltigkeit erfüllen.

Wie erstellt man eine Klimabilanz?

Eine Klimabilanz zeigt die gesamten Klimaauswirkungen einer Tätigkeit auf. Es gibt viele verschiedene Berechnungsmethoden, wobei das GHG-Protokoll (Greenhouse Gas Protocol) ein weit verbreiteter Standard ist.

Die Berechnung basiert auf drei verschiedenen Scopes, die sowohl interne als auch externe Klimaauswirkungen berücksichtigen. Durch das Sammeln von Daten aus verschiedenen Emissionsquellen werden folgende Klimaauswirkungen berechnet:

  • Scope 1: Direkte Emissionen, die im eigenen Betrieb entstehen
  • Scope 2: Indirekte Emissionen, die im eigenen Betrieb entstehen (z. B. Zukauf von Strom, Wärme, Kälte und Dampf)
  • Scope 3: Indirekte Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, die nicht im Besitz oder unter der Kontrolle der Organisation stehen
Illustration einer nachdenklichen Frau

Was macht eigentlich ein Nachhaltigkeitsmanager?

Viele Unternehmen entscheiden sich heutzutage dafür, eine Person einzustellen, die sich in Vollzeit mit Nachhaltigkeitsfragen beschäftigt. Aber wie kann eine solche Rolle aussehen?

Viele Nachhaltigkeitsmanager beschreiben die Arbeit als zweigeteilt. Einerseits müssen Sie Routinen und Prozesse nachverfolgen und die Arbeit ständig überprüfen, andererseits müssen Sie vorausschauend und visionär denken – wo wollen wir in 15 bis 20 Jahren stehen?

Nachhaltigkeitsmanager zu sein bedeutet oft praktische Aufgaben, wie die Verantwortung für die Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts mit allem, was dazu gehört, die Kommunikation verschiedener Arten von Nachhaltigkeitsfakten und -zahlen sowie die Einbindung von Mitarbeitern in verschiedene Initiativen und Aktivitäten.

Ein buntes Buffet an Aufgaben, mit anderen Worten!