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Wie wichtig ist eigentlich Nachhaltigkeit für eine Marke?

Seit langem wird Nachhaltigkeit als entscheidender Faktor für starke und zukunftssichere Marken hervorgehoben. Laut der jüngsten Studie des SB Index (Sustainable Brand Index) ist die Sache jedoch komplexer. Wir erzählen Ihnen mehr!

Seit 2011 misst der SB Index, wie Verbraucher die Marken von Unternehmen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit wahrnehmen. Die Studie basiert auf den Prinzipien des UN Global Compact. Mit über 1.600 erfassten Marken in 36 Ländern ist die Studie von 2026 die größte unabhängige Markenstudie Europas zum Thema Nachhaltigkeit.

Nachhaltigkeit ist weder ein Patentrezept noch etwas, das man einfach weglassen kann

– Ulrica Winberg-Jonsson

Die diesjährige Umfrage zeigt: Nachhaltigkeit ist weder ein Patentrezept noch etwas, das man ohne Konsequenzen weglassen kann. Die Menschen erwarten von allen Unternehmen ein Mindestmaß an Nachhaltigkeit. Wenn sie feststellen, dass dies nicht der Fall ist, verlieren sie das Vertrauen, und es ist sehr schwer, dieses wieder aufzubauen“, sagt Ulrica Winberg-Jonsson, die seit gut 20 Jahren im Bereich Markenfragen und Kommunikation tätig ist.

Nachhaltigkeit als Grundvoraussetzung

Die Umfrage deutet darauf hin, dass die Menschen zunehmend davon ausgehen, dass Unternehmen Verantwortung für Umwelt, Menschen und Gesellschaft übernehmen. Für viele Marken bedeutet dies, dass Nachhaltigkeitsarbeit nicht mehr für Beifall sorgt, sondern dass das Fehlen von dieser Misstrauen schafft. Das macht Nachhaltigkeit eher zu einer Grundvoraussetzung als zu einem Kommunikationsargument an sich.

Meiner Meinung nach macht die Umfrage deutlich, dass eine durchdachte, transparente und ehrliche Nachhaltigkeitskommunikation wichtiger denn je ist und sich die Investition von Zeit und Ressourcen lohnt. Kommunikation besteht nicht nur aus Kampagnen und Marketing, sondern ist Teil der Unternehmenskultur und prägt das Leben und Lernen.

– Ulrica.

Vertrauen ist wichtiger als Versprechen

Der Bericht zeigt, dass Menschen eher darauf achten, wie glaubwürdig ein Unternehmen handelt, als darauf, wie hochgesteckt seine Ambitionen sind. Große Worte, Visionen und Kampagnen haben wenig Gewicht, wenn sie nicht durch Taten, Transparenz und Beständigkeit im Laufe der Zeit untermauert werden. Es ist nicht die Menge der Nachhaltigkeitskommunikation, die Vertrauen schafft, sondern die Qualität dessen, was tatsächlich umgesetzt wird.

Eine weitere wichtige Erkenntnis ist, dass Nachhaltigkeitsthemen sowohl für das Geschäft als auch für den Arbeitsalltag der Menschen relevant sein müssen. Am erfolgreichsten sind Marken, die ihre Nachhaltigkeitsarbeit mit ihrer eigentlichen Tätigkeit, ihren Produkten oder ihrem Einflussbereich verbinden und zeigen, wie sie hier und jetzt einen Nutzen schaffen.

„Wenn Nachhaltigkeit nicht in die Marke integriert ist, sondern eher als aufgesetzt, abstrakt oder weit
vom Kerngeschäft entfernt empfunden wird, verliert sie schnell an Bedeutung. Wenn sich die Verantwortung hingegen logisch, konkret und nachvollziehbar anfühlt, stärkt der Kunde die Beziehung zur Marke und das Vertrauen bleibt erhalten
“, erklärt Ulrica.

Also – wie wichtig ist Nachhaltigkeitsarbeit für eine Marke?

Die Antwort lautet: sehr wichtig. Denn sie schafft langfristiges Vertrauen, verringert Markenrisiken, stärkt die Legitimität und sorgt für Stabilität in einer sich wandelnden Welt voller unterschiedlicher Botschaften. Ohne glaubwürdige Nachhaltigkeitsmaßnahmen wird es nicht nur immer schwieriger, gewählt zu werden, sondern auch, sich zu behaupten und wettbewerbsfähig zu bleiben. Nachhaltigkeit ist jedoch selten ein schneller Weg, um Kunden oder Aufmerksamkeit zu gewinnen. Der wahre Wert liegt in einer nachhaltigen Geschäftsstrategie, die in das Geschäft, die Unternehmenskultur und die Entscheidungsfindung integriert ist – und nicht nur in das Marketing.

Nachhaltigkeitskommunikation beginnt im Führungsgremium!

– Ulrica.

„Min erfarenhet är att hållbarhetskommunikation har sin start vid ledningsbordet! „Meiner Erfahrung nach beginnt Nachhaltigkeitskommunikation beim Führungsgremium!
Für Marken, die für Kunden, Partner oder Mitarbeiter langfristig relevant bleiben wollen, stellt sich
nicht die Frage, ob man sich mit Nachhaltigkeit befassen soll, sondern
wie. Die Unternehmen, die in Zukunft erfolgreich sein werden, betrachten Nachhaltigkeit nicht mehr als Nebenschauplatz oder Kommunikationsprojekt, sondern nutzen sie als Werkzeug, um klügere Entscheidungen zu treffen, Vertrauen aufzubauen und Verantwortung in der Praxis zu übernehmen“, schließt Ulrica Winberg-Jonsson.

💬Wenn Sie darüber sprechen möchten, wie Ihre Marke durch ihr Engagement für Nachhaltigkeit Vertrauen aufbauen und Ihr Geschäft sowie die Beziehungen zu Kunden, Mitarbeitern und Partnern nachhaltig stärken kann, melden Sie sich gerne bei uns.

Illustration einer nachdenklichen Frau

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